Verhütung

SRF "Das Ende der Tage"
Pille vergessen - was tun?

Jede Frau, welche die Anti-Baby-Pille nehmen möchte sollte folgende Informationsblätter gelesen haben:
Checkliste bei Verhütung und vor Kinderwunsch [40 KB]
Checklist during contraception and before child's wish [139 KB]

Informationsblatt für Anwenderinnen der Anti-Baby-Pille [118 KB] , dieses Informationsblatt klärt über die Symptome von Thrombosen und Embolien (das ist der Verschluss einer Körpervene durch ein Blutgerinnsel) auf. Thrombosen und Embolien werden durch bestimmte Ereignisse ausgelöst (z.B. lange Flugreisen, Bettlägerigkeit, Krampfadern, Rauchen), wenn eine ererbte Neigung dazu besteht. Darum ist es so wichtig, den Arzt über solche Ereignisse in der Familiengeschichte zu informieren. Er würde dann ggf. Untersuchungen veranlassen, welche von der Grundversorgung übernommen werden.

Pill Protect®: Dieser Test prüft das individuelle Risiko der Verordnung von Anti-Baby-Pillen durch einen Abstrich von der Mundschleimhaut.

 

Warum es oft Sinn macht, auch ohne Kinderwunsch B-Vitamine, Eisen, Vitamin-D, Kalzium, Jod und Selen einzunehmen:
Natürlich sind die mit der Nahrung aufgenommen frischen Vitamine aus Obst und Gemüse das Beste was ich Ihnen empfehlen möchte. Bedauerlicherweise versorgen wir uns leider nicht immer optimal mit frischem Obst und Gemüse (Fast-Food, Fertiggerichte, Kantinenkost, Anti-Baby-Pillen-Einnahme, Nikotinkonsum) und benötigen dann ggf. eine bilanzierte Diät [152 KB] . Auch für ungestörte Regelblutungen [53 KB] und gegen Stimmungsschwankungen [62 KB] , PMS(prämenstruelles Syndrom) und sogar Depressionen sind Vitamine und Spurenelemente wichtiger als allgemein angenommen.

Einen Mangel an B-Vitaminen sollte durch die Ernährung [65 KB] ausgeglichen werden; oft sind aber Nahrungsergänzungsmittel erforderlich.

B-Vitamine schützen Herz und Kreislauf [116 KB] , stärken das Immunsystem und senken das Homocystein [152 KB] , das ist der Stoff der Fehlbildungen (Lippenspalten, "offener Rücken", Herzfehler) beim Neugeborenen, aber auch Arterienverkalkung, Osteoporose (brüchige Knochen im Alter) und Demenz verursacht. Der Bedarf an B-Vitaminen wird durch Blutverluste (auch Regelblutungen), vitaminarme Ernährung, Anti-Baby-Pillen und Nikotin erhöht.

 

Bei vielen Frauen besteht durch Blutungen oder durch die Ernährung ein Eisenmangel [85 KB] , der in einer späteren Schwangerschaft sehr schwer auszugleichen ist, da der Bedarf in der Schwangerschaft [102 KB] besonders stark erhöht ist.

Eisenmangel - Müdigkeit, blasse Haut und Schleimhaut, Erschöpfung oder Abgeschlagenheit durch Blutarmut, aber auch Appetitlosigkeit, Herzrhythmusstörungen, Herzklopfen, Herzenge, Atemnot, Kopfschmerzen, Schwindel, Depressionen, Vergesslichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität, innere Unruhe, nachlassende Leistungsfähigkeit, Kältegefühl, Infektanfälligkeit, ruhelose Beine, eingerissene Mundwinkel, Magen-Darm-Beschwerden, Sodbrennen, Schluckbeschwerden, Hauttrockenheit, Haarausfall und brüchige Nägel:
Eisenmangel ist sehr verbreitet. Eine Eisenkur oder eine Eiseninfusion hilft, einen entleerten Eisenspeicher aufzufüllen; die Ernährung bei Eisenmangel [244 KB] sorgt dafür, den Eisenspeicher gefüllt zu halten.
Essen Sie Eisen-reich! [518 KB]

Wichtige Spurenelemente wie zum Beispiel Selen sind – bedingt durch intensivierte Landwirtschaft und Lebensmittelkonservierung - in der Nahrung nicht mehr in ausreichendem Maße enthalten.
Selen spielt eine wichtige Rolle bei der Entgiftung des Körpers [58 KB]
Ernährung bei Selenmangel [76 KB]

 

sassi / pixelio.de

Familiäre Neigung, dunkle Haut, Arbeit in Räumen ohne Tageslicht, höheres Alter und Leben in nördlichen Gefilden: Vitamin-D-Mangel [116 KB] ist sehr verbreitet und belastet das Immunsystem.

 

sexuell übertragbare Infektionen:
Chlamydien – die häufigste sexuell übertragene Infektion [142 KB]
Chlamydien-Infektionen sind die am häufigsten diagnostizierten sexuell übertragbaren Infektionen bakterieller Herkunft. Sehr häufig kann die Infektion wieder aufflammen. Die Infektion verursacht jedoch kaum Symptome, kann aber Spätfolgen verursachen (häufige Blasenentzündungen, Verklebung der Eileiter mit Unfruchtbarkeit, Verwachsungen im Bauchraum, sogar Gallenblasenentzündungen sind möglich). Hatte man einmal eine Infektion sollte jede gynäkologische Untersuchung genutzt werden, ein Aufflammen rechtzeitig zu erkennen.

 

Der Vorsorgeabstrich entdeckt frühzeitig Zellveränderungen des Muttermundes:
Eine lokale Infektion mit Warzenviren (HPV-Viren) kann - wenn es dem Immmunsystem nicht gelingt, die Infektion zu überwinden - zu Zellveränderungen [140 KB] führen, welche bösartig werden können. Bestehen solche Zellveränderungen muss das Immunsystem gestärkt werden (Rauchen aufgeben, B-Vitamine [116 KB] und Selen [58 KB] einnehmen, Vitamin-D-Mangel [116 KB] ausgleichen). Nach überwundener Infektion ist eine HPV-Impfung eine Option für jede Frau, auch im Alter über 26 Jahre (bis dahin Kostenübernahme durch kantonale Programme). Kann das Immunsystem die Infektion nicht überwinden ist eine Operation notwendig, welche Konisation (Kegelschnitt) genannt wird.
Video Vorsorgeabstrich/Zellveränderungen [7.995 KB]
HPV-Impfung für Mädchen und Frauen [92 KB]
HPV-Selbsthilfe [88 KB]

 

Muss man bei Einnahme der Anti-Baby-Pille Regelblutungen haben und was ist "Langzyklus-Verhütung"?
Regelblutungen führen zu Verlusten an Spurenelementen (Eisenmangel) und zur Blutbildung werden u.a. B-Vitamine benötigt. Hat eine Fau ihr Leben lang Regelblutungen (keine oder nur wenige Schwangerschaften, kurze Stillzeiten) führt dies zum Verlust von 50 Litern Blut - die Vitamine und Spurenelemente allein aus der Nahrung können dann kaum ausreichend sein!
Langzeitzyklus-Verhütung [171 KB]
Langzeitzyklus-Einnahmeplan [83 KB]
Risikominderung durch Langzeitzyklus-Verhütung [160 KB]

Umfragen zeigen, dass fast jede zweite Frau keine monatliche Regelblutung haben möchte. Für viele Frauen bedeutet die blutungsfreie Zeit einen Gewinn an persönlicher Freiheit, da die Menstruation in bestimmten Lebenssituationen störend sein kann. Vor allem in den Ferien ist es ein Gewinn, sich keine Gedanken wegen der Periode machen zu müssen. Aber auch mit Bauchkrämpfen eine Prüfung schreiben müssen, ist nicht wirklich das Wahre.
Periodenfrei zu sein ist ganz einfach: Die Antibabypille wird ohne Unterbruch eingenommen. Denn beim Stopp wird die Blutung künstlich erzeugt. Sie ist im Grunde genommen eine Entzugsblutung. Denn wie beim normalen Zyklus nimmt die Menge der weiblichen Hormone ab, sobald keine Pille mehr geschluckt wird. Der Körper stösst daraufhin die Gebärmutterschleimhaut ab.
Verhütung im Langzyklus mit Seasonique
Video/SRF Langzeitverhütung [47.371 KB]
Video/SRF Langzyklus ja oder nein [13.749 KB]